Bei Stromausfall handlungsfähig bleiben: Licht, Wärme und Kommunikation vorbereiten
Ein Stromausfall ist meist schnell behoben, kann im Haushalt aber Licht, Kommunikation, Heizung, Kühlung und medizinische Hilfen zugleich betreffen. Dieser Überblick erklärt, welche Grundausstattung Orientierung schafft, wo Sicherheitsgrenzen liegen und warum Haushalte mit besonderem Unterstützungsbedarf einen abgestimmten Plan brauchen.
Worum es bei der Vorsorge geht
Ein Stromausfall kann viele gewohnte Funktionen im Haushalt gleichzeitig unterbrechen. Licht, Herd, Kühlschrank, Router, Festnetztelefon, Heizung, Warmwasser, Aufzug, Gegensprechanlage oder elektrische Türöffner können ausfallen. Bei einer länger dauernden Störung können auch Mobilfunk, Kartenzahlung, Geldautomaten, Einkaufsmöglichkeiten und abhängig von der örtlichen Infrastruktur Teile der Wasser- und Abwasserversorgung beeinträchtigt sein.
Die Leitfrage für die Vorsorge lautet deshalb: Wie bleibt ein Haushalt in den ersten Stunden und bei einer längeren Störung sicher orientiert und versorgt, ohne durch Improvisationen zusätzliche Gefahren zu schaffen?
Alltagstaugliche Vorsorge bedeutet nicht, für jedes denkbare Szenario Technik anzuschaffen. Sie schafft einfache Rückfallebenen. Dazu gehören sichere Lichtquellen, Informationen ohne Internet, eine begrenzte Akkureserve, warme Kleidung und Decken, Trinkwasser und haltbare Lebensmittel. Ebenso wichtig sind verlässliche Absprachen für Menschen, die auf Unterstützung oder Strom angewiesen sind.
Selten heißt nicht folgenlos
Die Stromversorgung in Deutschland ist im Alltag sehr zuverlässig. Für das Berichtsjahr 2024 ermittelte die Bundesnetzagentur eine durchschnittliche Nichtverfügbarkeit von 11,7 Minuten je angeschlossenem Letztverbraucher. Dieser Wert ist ein Jahresdurchschnitt. Er beschreibt ungeplante Unterbrechungen von mehr als drei Minuten und schließt Ereignisse höherer Gewalt aus. Daraus lässt sich nicht ableiten, wie lange oder folgenreich eine einzelne Störung am eigenen Wohnort sein kann.
Nach Angaben des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe werden Stromausfälle in der Regel innerhalb weniger Stunden behoben. In Notsituationen mit großflächigen Schäden kann es jedoch auch Tage dauern, bis Strom wieder verfügbar ist. Für die persönliche Vorsorge ist deshalb weniger wichtig, wie ein Ereignis bezeichnet wird. Entscheidend ist, welche Folgen es im konkreten Gebäude und Haushalt haben kann.
Damit aus einem Ausfall nicht vorschnell ein Notfall wird, hilft eine klare Reihenfolge. Zuerst geht es um Licht, sichere Wege und akute Abhängigkeiten. Danach folgen Informationen und Kommunikation. Hält die Störung an, rücken Wärme, Trinkwasser, Lebensmittel und sichere Alternativen in den Vordergrund.
Vor dem Ausfall: Die eigene Ausgangslage kennen
Vorsorge funktioniert am besten, wenn sie zur Wohn- und Lebenssituation passt. Deshalb lohnt es sich, vorab zu prüfen, welche Funktionen im Haushalt vom Strom abhängen. In Mehrfamilienhäusern können dazu Aufzug, Haustür, Gegensprechanlage, Heizung, Wasserpumpe oder Lüftung gehören. In Wohnungen und Häusern können elektrische Rollläden, medizinische Geräte oder elektronische Zugangssysteme hinzukommen.
Wichtig ist auch, zuständige Kontakte auf Papier bereitzuhalten. Dazu können Angehörige, Nachbarinnen und Nachbarn, Hausverwaltung, Pflegedienst, behandelnde Praxen, Hilfsmittelanbieter und die Störungsstelle des örtlichen Netzbetreibers gehören. Für eine technische Netzstörung ist der Netzbetreiber zuständig. Er ist nicht zwingend mit dem Unternehmen identisch, das auf der Stromrechnung steht.
Licht und sichere Wege
Mehrere Taschen- oder LED-Leuchten sind eine robuste Hauptlösung für den Stromausfall. Sinnvolle Aufbewahrungsorte sind die Nähe zum Bett, der Flur und der Bereich des Sicherungskastens. Batterien, Akkus und Ladezustände sollten gelegentlich überprüft werden.
Kerzen können ergänzend vorhanden sein, sind aber keine gleichwertige Lichtreserve. Offene Flammen erhöhen das Brandrisiko, besonders bei Kindern, Haustieren, eingeschränkter Mobilität, Müdigkeit oder unübersichtlichen Räumen. Falls Kerzen verwendet werden, dürfen sie nicht unbeaufsichtigt brennen. Sie brauchen einen standsicheren, nicht brennbaren Untergrund und ausreichend Abstand zu brennbaren Gegenständen. LED- und Taschenleuchten vermeiden dieses Risiko.
Informationen und Kommunikation ohne Haushaltsstrom
Ein Batterie-, Solar- oder Kurbelradio ermöglicht, behördliche und regionale Hinweise zu empfangen, wenn Router, Fernseher oder private Telefonanschlüsse ausfallen. Warn-Apps und Mobiltelefone können hilfreich sein, ersetzen ein Radio aber nicht. Mobilfunknetze und die Akkus der Endgeräte sind ebenfalls auf funktionierende Infrastruktur angewiesen.
Powerbanks, geladene Ersatzakkus und passende Ladekabel können die Erreichbarkeit verlängern. Sie sind jedoch keine dauerhafte Stromversorgung. Wie lange sie nutzbar bleiben, hängt unter anderem von Kapazität, Alter, Temperatur und Stromverbrauch des angeschlossenen Geräts ab. Es kann sinnvoll sein, vorhandene Akkureserven vorrangig für Warnungen, notwendige Kontakte und vereinbarte Unterstützungswege zu nutzen.
Wärme ohne riskante Ersatzlösungen
Viele Heizungsanlagen benötigen Strom für Steuerung, Pumpe oder Gebläse. Warme Kleidung, Decken und Schlafsäcke sind deshalb eine einfache, geräteunabhängige Reserve. Wie rasch Räume auskühlen, hängt unter anderem von Außentemperatur, Gebäudedämmung, Lage der Wohnung, Wind, Zahl der Personen im Raum und Dauer des Ausfalls ab.
Wenn die Heizung ausfällt, kann es helfen, sich möglichst in einem Raum aufzuhalten und Innentüren geschlossen zu halten. Regelmäßiges Lüften bleibt wichtig, besonders wenn Kerzen oder zugelassene Verbrennungsgeräte genutzt werden.
Ein fest installierter Kamin oder Ofen kann nur dann als Wärmequelle dienen, wenn er funktionsfähig, gewartet, für das Gebäude geeignet und sicher zu betreiben ist. Eine alternative Heizquelle sollte nicht erst während eines Ausfalls improvisiert werden. Bei Planung oder Veränderungen sind Fachhandwerk und gegebenenfalls der zuständige Schornsteinfegerbetrieb geeignete Anlaufstellen.
Bei Feuerstätten, Heizungsanlagen oder Gasthermen besteht zudem ein Kohlenmonoxidrisiko. Kohlenmonoxid ist farb- und geruchlos und kann bei unvollständiger Verbrennung entstehen. Rauchmelder erkennen es nicht zuverlässig. In Wohnungen mit Feuerstätten kann ein dafür vorgesehener CO-Warnmelder eine zusätzliche Schutzebene bieten. Er ersetzt weder die fachgerechte Installation und Wartung noch einen sicheren Betrieb der Anlage. Auswahl, Montage, Funktionsprüfung und Austausch richten sich nach den Herstellerangaben.
Besondere Abhängigkeiten brauchen einen eigenen Plan
Allgemeine Vorräte reichen nicht aus, wenn Menschen auf elektrisch betriebene medizinische Geräte, Sauerstoffversorgung, gekühlte Arzneimittel, Pflegehilfen, Treppenlifte oder Aufzüge angewiesen sind. Hier sollte die Versorgung vorab mit den jeweils zuständigen Stellen abgestimmt werden, etwa mit behandelnder Praxis, Pflegedienst, Hilfsmittelanbieter, Versorgungsdienst oder Apotheke.
Wichtige Fragen sind: Welche Akkureserve ist tatsächlich vorhanden? Welche Geräte dürfen wie lange ohne Netzstrom betrieben werden? Welche Alarmwege gibt es? Wer ist erreichbar? Welche Versorgung darf nicht unterbrochen werden? Bei einer absehbaren oder bereits eingetretenen Unterbrechung einer lebenswichtigen Versorgung ist nicht auf allgemeine Vorsorgetipps zu vertrauen. Maßgeblich ist der vereinbarte medizinische Notfallplan.
Arzneimittel mit besonderen Lageranforderungen lassen sich nicht mit einer allgemeinen Zeitangabe sicher beurteilen. Maßgeblich sind die Packungsinformation sowie die Einschätzung einer Apotheke oder der behandelnden Praxis.
Auch kleine Kinder, hochbetagte oder alleinlebende Menschen, Personen mit eingeschränkter Mobilität sowie Menschen mit Sinnes-, Kommunikations- oder kognitivem Unterstützungsbedarf können zusätzliche Hilfe benötigen. Kontaktwege und Unterstützung sollten vorher vereinbart, verständlich und realistisch sein. Kommunale Notfalltreffpunkte oder Anlaufstellen unterscheiden sich regional. Informationen dazu gibt die zuständige Kommune.
Wenn der Strom ausfällt: Zuerst die Lage ruhig ordnen
Ein Stromausfall ist nicht automatisch ein Notfall. In den ersten Minuten geht es vor allem darum, Gefahren zu erkennen und die eigene Handlungsfähigkeit zu sichern.
- Umfang prüfen: Betrifft die Störung nur die eigene Wohnung, das Haus oder auch die Nachbarschaft? Fällt der Strom nur in der eigenen Wohnung aus, kann der Sicherungskasten relevant sein, sofern seine Bedienung vertraut ist.
- Keine riskanten Selbstversuche unternehmen: Wiederholt auslösende Sicherungen, Brandgeruch, Funken, beschädigte Leitungen oder auffällige Wärmeentwicklung sind Gründe, nicht weiter selbst zu prüfen. Hausverwaltung oder Elektrofachbetrieb sind dann geeignete Anlaufstellen.
- Elektrische Wärmegeräte ausschalten: Herd, Wasserkocher, Bügeleisen, Heizdecken oder Heizlüfter sollten ausgeschaltet werden. So können sie beim Wiederkehren des Stroms nicht unbeaufsichtigt weiterlaufen.
- Licht und Wege sichern: Taschen- oder LED-Leuchten helfen, Stolperstellen zu vermeiden. Treppen, Flure und Wege zu Kindern oder unterstützungsbedürftigen Personen verdienen besondere Aufmerksamkeit.
- Kühlung erhalten: Kühl- und Gefriergeräte möglichst geschlossen halten. Lebensmittel müssen nicht vorschnell entsorgt werden. Ihre spätere Beurteilung hängt vom tatsächlichen Temperaturverlauf ab.
- Verlässliche Informationen nutzen: Radio, Hinweise der Kommune und Meldungen des Netzbetreibers sind wichtige Informationsquellen. Unbestätigte Beiträge in sozialen Netzwerken können unvollständig oder falsch sein.
- Unterstützungsbedarf klären: Wer auf medizinische oder pflegerische Stromversorgung angewiesen ist, sollte die zuvor vereinbarten Kontakte und Notfallwege nutzen.
- Störung melden: Eine bislang unbekannte lokale Störung kann beim Netzbetreiber gemeldet werden. In Mietwohnungen kann auch die Hausverwaltung eine wichtige Anlaufstelle sein.
Für akute Gefahren gilt eine andere Schwelle. 112 ist der Notruf für Feuerwehr und Rettungsdienst, wenn Lebensgefahr besteht oder bleibende Schäden nicht ausgeschlossen werden können. Das betrifft etwa Brand, Rauchentwicklung, Bewusstlosigkeit, schwere Atemnot oder den Verdacht auf eine CO-Vergiftung. Bei Verdacht auf CO oder Brandrauch stehen Eigenschutz, das Verlassen des Gefahrenbereichs ohne Selbstgefährdung und der Notruf im Vordergrund. Bei dringenden, aber nicht lebensbedrohlichen medizinischen Problemen außerhalb der regulären Praxiszeiten kann der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 die passende Anlaufstelle vermitteln.
Wenn die Störung andauert: Wasser, Lebensmittel und Wärme zusammen denken
Je länger der Ausfall dauert, desto wichtiger wird die Grundversorgung. Trinkwasser hat Vorrang, weil es zum Trinken, für die Zubereitung von Speisen und Arzneimitteln sowie für weitere sensible Anwendungen benötigt wird.
Das BBK empfiehlt als Orientierung für die private Vorsorge zwei Liter Wasser pro Person und Tag. Davon sind 0,5 Liter zum Kochen vorgesehen. Für drei Personen ergibt das als Rechenbeispiel 60 Liter für zehn Tage. Der tatsächliche Bedarf kann höher sein, etwa bei Hitze, Krankheit, körperlicher Belastung, Säuglingen oder Haustieren.
Diese Menge deckt Körperpflege, Reinigung und Sanitärversorgung nicht vollständig ab. Zusätzlicher Bedarf für hygienisch notwendige Anwendungen sollte deshalb getrennt berücksichtigt werden. Trinkwasser ist nicht pauschal von Hygiene ausgeschlossen. In einer Mangellage ist jedoch eine Priorisierung nötig, insbesondere für Trinken, Essen, Arzneimittel und medizinisch sensible Anwendungen.
Ob Leitungswasser bei einem Stromausfall weiter verfügbar und hygienisch einwandfrei ist, hängt von der örtlichen Infrastruktur und der konkreten Störung ab. Wasser mit unbekannter Qualität ist ohne gesicherte hygienische Eignung nicht für Trinken, Kochen, die Zubereitung von Arzneimitteln, Mundpflege, Säuglingsnahrung oder vergleichbar sensible Anwendungen geeignet. Bei einem Abkochgebot oder anderen Nutzungsbeschränkungen sind die konkreten Anweisungen von Wasserversorger, Gesundheitsamt und Kommune maßgeblich. Abkochen ist keine allgemeine Freigabe für Wasser unbekannter Qualität und beseitigt nicht jede denkbare Verunreinigung. Für Kleinkinder sowie kranke oder immungeschwächte Menschen können strengere Anforderungen gelten.
Bei Kühl- und Gefriergeräten ist es besonders in den ersten Stunden wichtig, die Türen geschlossen zu halten. Tiefkühlgeräte können Lebensmittel über viele Stunden ausreichend kalt halten, wenn sie gut gefüllt sind und zumindest anfangs nicht geöffnet werden. Eine pauschale sichere Dauer gibt es jedoch nicht. Füllmenge, Gerät, Ausgangstemperatur, Raumtemperatur und Türöffnungen sind entscheidend.
Taut Gefriergut an, kommt es auf Lebensmittelart und Temperaturverlauf an. Rohe tierische Lebensmittel sollten nach dem Auftauen vor dem Verzehr vollständig erhitzt werden. Aufgetautes Speiseeis sollte entsorgt werden. Geruch, Aussehen oder Geschmack können auffälligen Verderb zeigen, sind bei leicht verderblichen Lebensmitteln aber kein verlässlicher Sicherheitsnachweis. Krankmachende Keime sind nicht immer wahrnehmbar. Besondere Vorsicht ist bei Säuglingen, Schwangeren, älteren Menschen und immungeschwächten Personen wichtig, da lebensmittelbedingte Infektionen für sie schwerer verlaufen können.
Kochen, Heizen und Notstrom: Möglichkeiten mit klaren Grenzen
Haltbare Lebensmittel, die kalt gegessen werden können, entlasten in einer Störungslage. Sie vermeiden, dass unter Zeitdruck gekocht werden muss. Wenn Kochen erforderlich ist, darf eine mögliche Lösung nur entsprechend ihrer ausdrücklichen Zulassung und den vollständigen Herstellerangaben eingesetzt werden.
Holzkohle- und Gasgrills, Heizpilze sowie Notstromaggregate gehören nicht in Wohnung, Haus, Keller oder Garage. Geöffnete Fenster oder Türen machen einen Grill in Innenräumen nicht sicher. Geräte, die für den Außenbereich bestimmt sind, können in geschlossenen oder schlecht belüfteten Bereichen zu CO-Vergiftungen führen.
Camping- oder Gaskocher sind nicht allgemein für Innenräume geeignet. Entscheidend sind eine eindeutige Innenraumzulassung, die vollständigen Herstellerangaben, ein standsicherer Aufstellort, ausreichende Lüftung und örtliche Regeln. Grills und Geräte ohne Innenraumzulassung sind keine Kochlösung für geschlossene Räume.
Auch Photovoltaik, Batteriespeicher und Aggregate ersetzen nicht automatisch die Stromversorgung im Haus. Bei üblichen netzgekoppelten Solar- und Speicheranlagen schalten sich die Wechselrichter bei einem Netzausfall ab. Eine vom Netz unabhängige Versorgung ist nur möglich, wenn die Anlage mit zusätzlicher, dafür ausgelegter Technik entsprechend geplant und umgesetzt wurde. Ob eine Ersatz- oder Notstromfunktion vorhanden ist und welche Geräte sie versorgen kann, sollte anhand der Anlagenunterlagen und mit dem Fachbetrieb geklärt werden.
Ein Notstromaggregat oder Batteriesystem kann einzelne geeignete Geräte versorgen. Es ist aber kein unkomplizierter Ersatz für die gesamte Hausinstallation. Eine Einspeisung in die Gebäudeinstallation erfordert eine dafür vorgesehene Umschalt- und Schutzlösung sowie fachkundige Installation. Improvisierte Verbindungen können Stromschlag-, Brand- und Rückspeiserisiken verursachen. Leistung, Einsatzort, Wartung, Kraftstofflagerung und zulässige Geräte richten sich nach der konkreten Anlage und den Herstellerangaben.
Nach der Rückkehr des Stroms
Wenn die Stromversorgung wieder verfügbar ist, können Heizung, Warmwasser, Kühlgeräte und Kommunikationswege nacheinander überprüft werden. Nach einem Ausfall bei Frost verdienen Heizungsanlage und Wasserleitungen besondere Aufmerksamkeit, etwa bei fehlendem Druck, ungewöhnlichen Geräuschen oder Undichtigkeiten. Schäden an Elektroanlage, Heizung oder Gasversorgung gehören in die Hände von Fachbetrieben. In Mietwohnungen ist die Hausverwaltung einzubeziehen.
Auch die Vorsorge lässt sich anschließend überprüfen. Waren Lichtquellen auffindbar und einsatzbereit? Waren wichtige Kontakte auf Papier verfügbar? Reichten Akkureserven, Trinkwasser und Lebensmittelvorräte? Wurde eine bisher unbemerkte Stromabhängigkeit sichtbar? Solche Erfahrungen helfen, Ausstattung und Absprachen an die tatsächliche Wohn- und Lebenssituation anzupassen.
Orientierungsmodul: Die eigene Ausgangslage prüfen
Grundversorgung
- Mehrere sichere, leicht auffindbare LED- oder Taschenleuchten bereithalten.
- Ein Radio ohne Haushaltsstrom und passende Batterien verfügbar haben.
- Wichtige Kontakte, Netzbetreiber und Hausverwaltung auf Papier notieren.
- Trinkwasser und haltbare Lebensmittel für einen mehrtägigen Ausfall einplanen.
- Zusätzlichen Bedarf für Hygiene und Sanitärversorgung berücksichtigen.
Wohnen und Technik
- Stromabhängige Gebäudefunktionen wie Heizung, Aufzug, Türöffner, Wasserpumpe oder Lüftung kennen.
- Bei Photovoltaik oder Speicher klären, ob eine fachgerecht geplante Ersatzstromfunktion tatsächlich vorhanden ist und welche Verbraucher sie versorgen kann.
- Nur zugelassene und sicher nutzbare Geräte für mögliche Koch- oder Wärmesituationen vorsehen.
- Feuerstätten warten lassen. Bei Feuerstätten kann ein passend ausgewählter und gemäß Herstellerangabe installierter CO-Warnmelder eine zusätzliche Schutzebene sein.
Unterstützung und Gesundheit
- Stromabhängige medizinische Geräte, gekühlte Arzneimittel und Pflegehilfen im Haushalt berücksichtigen.
- Akkureserven, Alarmwege und Zuständigkeiten mit den jeweils zuständigen Fachstellen abstimmen.
- Kontaktwege zu Angehörigen, Nachbarschaft oder Pflegepersonen vereinbaren, die Selbstständigkeit und Privatsphäre respektieren.
Sicherheitsgrenzen
- Offene Flammen, Grills, Aggregate und ungeeignete Kocher von Innenräumen fernhalten.
- Wissen, wann eine Einschränkung zur akuten Gefahr wird und der Notruf 112 erforderlich ist.
Quellen und weiterführende Informationen
- Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in NotsituationenBundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
- Vorsorge und Handeln bei StromausfallBundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)
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